Die Besucher kamen in Strömen in den Pfarrgarten, der schnell gut gefüllt war. An verschiedenen Theken, die von
großen, elegant wirkenden Pavillons geschützt waren, wurden sowohl typisch britische
Drinks, wie Gin und Pimms, als auch traditionelle Getränke ausgeschenkt. Ein Foodtruck von
„Adler’s Wilde Hilde“ stillte den großen Hunger, aber auch an kleinen Snacks fehlte es nicht.Den Besuchern wurde ein buntes Vorprogramm vom Zeitpunkt des Einlasses bis zum Konzertbeginn auf einer kleinen
Nebenbühne im Eingangsbe-reich geboten. Den Abend er-öffnete die Dinklarer Brassband „Ab Dafür“. Die acht Musiker,
die allesamt auch im Musikzug aktiv sind, unterhielten die Gäste mit Stücken wie „Let me entertain you“ von Robbie Wil-
liams oder „Hey Jude“ von den Beatles.

Anschließend präsentierte das Forum Heersum eine kurze Einlage. Wem die Heersumer Gruppe bekannt ist, der weiß,
dass es bei ihren Vorführungen niemals langweilig wird. Während des Vorprogramms wurden mit Bauchläden eifrig
leuchtende Haarreifen und Ringe verkauft sowie britische Fähnchen verteilt.

Als dritter Act begeisterte der 17-jährige Raphael Schur mit seinem kurzen Unplugged-Konzert nicht nur seine kleine Fangemeinde, sondern auch die breite Zuschauerschar.

Gregor Pallacini weihte schließlich die große Bühne am Ende des Pfarrgartens ein und animierte
die Zuschauer mit seinem Akkordeon charmant sich auf die Plätze zu begeben. Unter tosendem Applaus
wurden die Musikerinnen und Musiker des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Dinklar auf der Bühne begrüßt.

Das Konzert begann mit dem ersten Teil der Second Suite von Gustav Holst – ein Traditionsstück der jährlichen Night of the
Proms in London, die als Inspirationsgrundlage von Dirigent Jan Illemann diente.Weitere traditionelle Stücke
wie „Greensleaves“, bei dem Alena Aselmeyer auf dem Sopran Soxophon begeisterte, sowie eine Popversion des Concerto
Grosso „Palladio“ brachte die festliche, britische Atomsphäre in Wallung. Die Filmmusik von Titanic erklang und wie Dirigent Jan
Illemann in seiner Ansprache versprochen hatte, spielten sich bei jedem, der den preisgekrönten Film kannte, die be-
kannten Filmszenen im Kopf ab. „Innuendo“, das etwas verrückt klingende letzte Lied von Freddy Mercury stellte sowohl die Mu-
siker als auch die Zuhörer auf die Probe.Bei einem Konzert, bei dem das Motto „Great Britain“ lautet, darf James Bond natürlich nicht
fehlen: das erste Stück mit Jenny Viola Offen, einer erstklassigen Sängerin aus Hamburg, die eigens für den Auftritt in Dinklar
angereist war. Ihre gewaltige Stimme erfüllte beim Lied „Skyfall“ den Pfarrgarten.

Ein weiteres Highlight war das Stück ,,Proud Mary“ – erneut performt von Jenny Viola Offen zusammen mit Raphael Schur. Das Publikum tanzte, klatschte und wedelte begeistert die kleinen Union Jacks im Sonnenuntergang. Eine tolle Stimmung, die mit „Auld lang Syne“ und
„MUSIC“ weiter anstieg. Doch auch ein außergewöhnliches Konzert nimmt irgendwann ein Ende. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit spielten
die Musikerinnen und Musiker die inoffizielle Hymne von Groß Britannien: „Pomp and Circumsdance“ mit dem Klassiker
„Land of Hope an Glory“.Nun durften auch die Besucher mitsingen. Unter Anleitung von Illemann wurde schnell der Text einstudiert und dann ging es los. Ein lauter Chor erklang und begleitete die bekannten Melodien. Das Konzertende gipfelte mit einem beeindruckendem Feuerwerk, das umrahmt von der Musik und aufgeladen von der Atmosphäre einen würdigen Abschluss für diesen Konzertabend darstellte, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bis in die frühen Morgenstunden feierte die Freiwillige Feuerwehr Dinklar ihre kleine „Night of the proms“ mit ihren Besuchern im Pfarrgarten.
Jessica Brandes